Trusts und stiftungen

Die Gründung von Trusts in Malta wird durch das Trusts and Trustees Act geregelt, das die Haager Konvention zum auf Trusts anwendbare Gesetze und ihre Anerkennung umfasst, die Malta ratifiziert hat. Das Trust and Trustees Act ermöglicht die Schaffung von Trusts und die Genehmigung und Überwachung von Treunehmern. Die zuständige  Behörde für diesen Zweck ist die Malta Financial Services Authority (MFSA).

Der Trust

Ein Trust bildet  keine getrennte juristische Person. Es ist der Treunehmer, der das Eigentum  zugunsten der Begünstigten in Besitz hält. Ein Trust ist eine bloße Verpflichtung oder Beziehung zwischen dem Gründer und dem Treunehmer, die durch die Erstellung eines Testaments, ein anderes schriftliches Dokument oder sogar durch eine mündliche Erklärung gebildet werden kann. Ein Trust kann auch kraft Gesetzes oder durch eine juristische Entscheidung entstehen. Ein Trust kann, wenn er kein Investmentfonds oder ein zu einem wohltätigen Zweck gegründeter Trust ist, nur bis zum 100. Jahr fortbestehen, wonach er enden muss.

Der Treunehmer

Ein Treunehmer ist eine Körperschaft oder eine Einzelperson, an die das Eigentum treuhänderisch für die Begünstigten übertragen wird, soweit alle Anforderungen erfüllt sind. Treunehmer werden gewöhnlich durch den Treuhandvertrag in der vorgesehen Weise spezifisch ernannt.

Summa Fiduciary Services Ltd ist von der Malta Financial Services Authority lizensiert, als Treuhänder zu handeln. Jeder in Malta agierende  freiberufliche oder körperschaftliche Treuhänder muss eine Genehmigung der MFSA besitzen, ungeachtet des zuständigen Gesetzes der Trusts, die sie halten oder des Standorts des in Treuhand gehaltenen Eigentums.

Wir wissen, dass unsere Kunden Treunehmer mit einem hohen Maß an Wissen und Erfahrung benötigen und einem Verständnis für die Wichtigkeit ihrer Rolle. Wir können Ihnen versichern, dass wir gut ausgebildete Personen mit Integrität und engagiert sind , einen ausgezeichneten Service zu erbringen, der auf die individuellen Anforderungen unserer Kunden zugeschnitten  ist.

Das Steuersystem, das Trusts ergänzt,  sieht gewöhnlich eine schnelle Durchsicht vor, die auf der Annahme beruht, dass die Begünstigten nicht in Malta wohnen und die betreffenden Einkünfte und Gewinne außerhalb Maltas entstehen. Wenn ein maltesischer Treunehmer für derartige Transparenz in Frage kommt, werden alle dem Trust zuzurechnende Einkünfte und Gewinne so behandelt, als stammten  sie direkt von den Begünstigten des Trusts.

Sollte ein maltesischer Treunehmer nicht für fiskalische Transparenz in Frage kommen, würden alle dem Trust zuzurechnende Einkünfte und Gewinne in Malta mit einer Pauschale von 35% besteuert, wenn wenigstens einer der Treunehmer des betreffenden Trusts eine für Steuerzwecke in Malta wohnhafte Person ist. 

Stiftungen

Malta hat unlängst neue Gesetzgebung zu Stiftungen verabschiedet, die 2008 in Kraft traten. Obwohl nach maltesischem Recht schon immer Stiftungen bestanden, waren sie bis jetzt nicht spezifisch geregelt. Dieses neue Gesetz sieht vor, dass die  Stiftung über eine öffentliche Urkunde inter vivos oder ein öffentliches oder geheimes Testament schriftlich errichtet werden und dann beim  Office of the Registrar of Legal Persons eingetragen werden muss, einem ad hoc Büro, das zu dem spezifischen Zweck eingerichtet wurde, die Eintragung von juristischen Personen im allgemeinen durchzuführen. Die Gründungsurkunde muss detaillierte Bestimmungen enthalten mit den Vollmachten, der Form der Beschlüsse und Zeichnungsberechtigung der Stiftung, alles Dinge, welche die Stiftung eher einer Gesellschaftsgründung als einem Trust ähnlich machen.

Wenn eine Stiftung gegründet ist, entsteht eine neue juristische Person, so dass die Stiftung selbst der Inhaber des Eigentums wird. Dies ist eine bedeutsame Variante zum Trust-Konzept, weil ein Trust keine getrennte juristische Person schafft und wo der Treunehmer das Eigentum als Besitz zugunsten der Begünstigten hält. Die Stiftung ist auch vorzuziehen, wenn der Stifter eine gewisse Kontrolle über das Vermögen behalten möchte.

Die Stiftung hat einen Verwaltungsrat, der in etwa ähnliche Verwaltungs-, Vertretungs- und Entscheidungsvollmachten hat wie der Treunehmer. Sowohl bei Trusts als auch bei Stiftungen sieht das Gesetz die Figur des “Protektors” vor, der gewöhnlich vom Gründer nominiert wird und der vom Treunehmer oder dem Verwaltungsrat getroffene Entscheidungen nuancieren oder in einigen Fällen einschränken kann. Im Falle einer Stiftung kann der Stifter auch einen Kontrollrat ernennen. Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für das Management der Stiftung, aber der Stifter kann erhebliche Kontrolle ausüben. Der Stifter  kann die Verwaltung direkt überwachen und er kann sogar einer der Verwalter sowie Begünstigter sein.

Das Hauptziel der Stiftung sollte es sein, Vermögen zu halten. Sie kann in der Tat nicht errichtet werden, um Handel zu treiben oder kommerzielle Aktivitäten durchzuführen, obwohl sie mit kommerziellem Eigentum oder Beteiligung an einem gewinnbringenden Unternehmen, einer Franchise, einem Markenzeichen oder Schiff als passiver Inhaber  ausgestattet werden kann. Man sollte auch beachten, dass ein Trust in eine Stiftung umgewandelt werden kann und umgekehrt, und dass sowohl die Laufzeit privater Trusts und privater Stiftungen auf 100 Jahre begrenzt ist.

Ein sehr interessantes Charakteristikum ist, dass es rechtens ist, innerhalb einer Stiftung getrennte Zellen zu errichten, um mit bestimmten Vermögen bestimmte Zwecke zu erreichen. Die getrennte Zelle hat keine getrennte juristische Persönlichkeit, aber Vermögen und Schulden der Zelle bilden ein eigenes Vermögen, das sich von den anderen Vermögen und Schulden der Stiftung oder anderen Zellen unterscheidet.

Laut maltesischer Gesetzgebung ist es auch möglich, eine Stiftung nach und von Malta zurückzuverlegen.

Eine Stiftung ist für  Steuerzwecke grundsätzlich in der gleichen Weise zu behandeln wie eine Gesellschaft, so dass die im Rahmen einer Gesellschaft geltenden Regeln gleichermaßen Anwendung finden bei einem Szenario, das eine Stiftung betrifft. Eine Stiftung wird als normal in Malta angesiedelt und ansässig betrachtet, und die Gewinne einer Stiftung werden mit einem Satz von 35% besteuert, der in der gleichen Weise zu entrichten ist wie das für Gesellschaften gilt. Daher werden Gewinnausschüttungen an Begünstigte einer Stiftung so behandelt, als wären es Dividenden, die an Gesellschafter einer Gesellschaft ausgeschüttet werden, und jede Übertragung eines Nießbrauchsrechts an einer Stiftung durch solche Begünstigte gilt für alle Zwecke des Income Tax Acts als eine Übertragung eines Wertpapiers.

Die Verwalter können durch schriftliche Mitteilung an den Commissioner unwiderruflich wählen, dass die Stiftung zu Steuerzwecken als ein Trust behandelt wird.  Das erlaubt sehr günstige private Vermögensplanungsnöglichkeiten, besonders wenn der Stifter und die Begünstigten nicht in Malta wohnhaft und ansässig sind; in diesem Fall fallen bei der Abwicklung oder auf die der Stiftung zuzurechnenden Einkünfte in Malta keine Steuern an.